Zimmer mit Ausblick
auf den Dschungel hinterm Haus
Über-Lebensraum für Kreuchendes und Fleuchendes, Zwitscherndes
Ein Vogel dessen Stimme ich nicht kenne
Nimmt ein Bad im Kiessand, fliegt auf als Stieglitz
das Rauschen im Hintergrund der fahrenden Autos
von Nachtigallen übertönt zur Dämmerung
Stühle rücken, fremde Stimmen und schon bekannte
„Tach Ludwig, na Ludwig, juter Junge…“ es berlienert über mir…
ER selbst, Ludwig? selbstredend, selbstlobend – sein Handy bellt
Das zwitschernde Locken der Vögel zieht mich raus ins Abendlicht
vorbei an den Fohlen auf dünnen, langen Beinen
springend
weiter übers Feld, gedankenverloren, sinnversunken

 


 
was muß getan werden?
Eine blaue Scherbe im Acker, wandert mit als Dreieck
Sehen, erkennen, aufheben, wertschätzen
Viele Steine, aller Art
Vergleichen, sortieren, verwerfen
eine Amsel auf dem aufgebrochenen Erdfeld, windgeplustert, leblos
Darüber surrende Leitungen, knisternde Stimmung
Rotwild, schlachtfertig im Gehege, ständig unterm Strom
Am Weg ein Kater wie ein gefallenes Sternchen, wieder ein Abschied
Knoblauchsrauke am Wegrand, überall Weißduftende Blütenwolken
Wozu?
Das dunkle Zimmer, kühl
Getöse unterm Balkon – das Knäcken der Erpel beim Raub der Ente
Wie immer zwei gegen eine
Als dann Fasanengegockel und Froschgegrunze
Laute in der Dämmerung
Für wen?


Infos/ Projektmappen:

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  Icon Projekt aktzeptanz (57,7 KB) Icon Vita (283,6 KB)

Icon LebenslaufM3er (212,3 KB)